Das Ego hofft, dass es das bekommt, was es will, wenn es sich für den anderen aufopfert. Doch es kommt noch schlimmer: Das Ego lehnt dieses Opfer in Wirklichkeit ab, lehnt es ab, etwas aufgeben zu müssen. Es würde sich lieber einfach nehmen, was es will. Es weiß jedoch, dass ein solcher direkter Angriff niemals als liebevoll angesehen und daher von der anderen Person nicht belohnt werden würde.
Jesus sagt, dass auch das Opfer ein direkter Angriff ist, weil es der anderen Person ein schlechtes Gewissen bereitet. Wir wissen das instinktiv, und der nächste Abschnitt erklärt, warum das Opfer Schuldgefühle hervorruft:
Jeder denkt, dass er dem anderen etwas geopfert hat, und hasst ihn dafür. Doch das ist es, was er zu wollen glaubt. Er ist gar nicht in den anderen verliebt, sondern glaubt nur, er sei in die Opfergabe verliebt. Und für dieses Opfer, das er von sich selbst verlangt, verlangt er, dass der andere die Schuld auf sich nimmt und sich ebenfalls opfert.
(CE T-7:2-5)

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