Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Vertragsgegenstand

Der Klient nimmt eine psychotherapeutische Behandlung einschließlich der erforderlichen Diagnostik in der Praxis in Anspruch. Befund und Diagnose müssen die Zusammenarbeit ermöglichen. Der Klient ist darüber aufgeklärt, dass die Leistungen durch eine Heilpraktikerin (Psychotherapie) erbracht werden und keine Behandlung durch einen Arzt ersetzen und dass er bei Beschwerden mit Krankheitswert aufgefordert ist, sich in die Behandlung eines Arztes zu begeben. Es gelten weiterhin die ausgehändigten Anmeldeunterlagen der Praxis – Behandlungsvertrag, Aufklärung, Entbindung von der Schweigepflicht, Therapiemotivation – die der Klient vor Beginn der Therapie erhält und ausgefüllt und unterschrieben an die Praxis aushändigt.

§ 2 Honorar, Terminvereinbarung, Terminbestätigung, Terminstornierung seitens der Praxis

Der Klient bezahlt die anfallende Honorarrechnung bei Buchung über den Bezahlbutton des Online Kalenders der Praxis. 

Die Terminbuchung kann seitens der Praxis ohne Offenbarungspflicht über die Gründe storniert werden, wenn die Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit nicht [mehr] gegeben sind. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Patient nicht therapiefähig ist und/oder seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt. 

Es gilt darüber hinaus, dass die Praxis im Falle von extremen Notfallbehandlungen alle Treatments auch kurzfristig stornieren darf, ohne dass daraus Ansprüche an die Praxis gestellt werden können. In Extremsituationen kann die Stornierung ggf. erst im Wartezimmer stattfinden. Extremsituationen sind solche, in denen das Leben eines Patienten auf dem Spiel steht und kommen extrem selten vor (1 x in 12 Jahren, Stand 2022), können aber naturgemäß in einer psychotherapeutischen Praxis nicht ausgeschlossen werden.

Die Praxis ist bemüht, dem Klienten sobald wie möglich einen Ersatztermin anzubieten. Einen Anspruch darauf hat der Klient allerdings nicht. Alternativ wird das vorausgezahlte Honorar erstattet. Weitere Ansprüche bestehen nicht.

Bei Ausfall aus Gründen, die bei der Praxis liegen, hat der Klient Anspruch auf vollständige Erstattung seiner Vorauszahlung ohne Abzug von Bearbeitungsgebühren. Für Terminnebenkosten, wie Reise- und Unterbringungskosten, haftet der Klient vollständig selbst. Der Klient ist angehalten, Reise- und Hotelbuchungen immer so zu wählen, dass eine maximal späte Stornierung möglich ist. 

Ein alternativer Ersatztermin kann seitens der Praxis nur nach Verfügbarkeit von Terminen angeboten werden. Wartezeiten von mehreren Monaten kommen regelmäßig vor. Weitere Ansprüche bestehen nicht.

§ 3 Mitwirkungspflicht, Verschwiegenheitspflicht

Der Klient verpflichtet sich, an der gebuchten Sitzung mitzuwirken. Dazu gehört, den vereinbarten Termin pünktlich wahrzunehmen. Die Praxis ist nicht verpflichtet, länger als 10 Minuten nach vereinbartem Terminbeginn zu warten. Die Praxis ist berechtigt, bei Stornierungen von Terminen den Behandlungsvertrag aufzuheben. Es besteht seitens des Klienten kein Anspruch auf Behandlung.

Bei Inanspruchnahme eines Therapieplatzes müssen alle Termine der gebuchten Serie wahrgenommen werden.

Der Klient befindet sich zum gebuchten Termin für einen Video Call an einem Ort, an dem die Vertraulichkeit des Gesprächs gewährleistet ist. Die Praxis kann das Gespräch verweigern, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass die Vertraulichkeit des Gesprächs nicht gewährleistet oder der Klient augenscheinlich nicht beratungs- bzw. therapiefähig ist. Es besteht dann kein Anspruch auf Erstattung des Honorars. Klient und Praxis übernehmen jeweils die Verantwortung für den Datenschutz auf ihren benutzten Endgeräten. Bei Terminen in der Praxis sorgt die Praxis für die Vertraulichkeit der Gespräche. Der Klient verpflichtet sich seinerseits zu Verschwiegenheit über alle vertraulichen Inhalte der Gespräche sowie über seine Kenntnisnahme der Praxisabläufe und die Identität anderer Klienten, sofern sie ihm bekannt ist.

§ 4 Gültigkeit

Der abgeschlossene Vertrag erlischt nach dem letzten in Anspruch genommenen Termin, wenn kein Folgetermin mehr in Anspruch genommen wird. Ein Anspruch auf Erfüllung besteht zu keinem Zeitpunkt aus in §3 genannten Gründen.

§ 5 Terminänderung, Terminstornierung, Ausfallhonorar, Bearbeitungspauschale

a) einzeln gebuchte Termine über den Online Kalender

Es besteht kein Widerrufsrecht für gebuchte Termine. Sollte die Praxis, einem Begehren von einem Termin zurückzutreten, zustimmen, so entscheidet sie das auf Kulanzbasis. Einmal gewährter Rücktritt führt nicht zu einem Recht der Wiederholung. Vielmehr wird auf §3, Aufhebung des Behandlungsvertrags, verwiesen. Es wird eine Gebühr in Höhe von 49,- € pro storniertem Termin einbehalten.

b) Terminserie aus einem Therapieplatz

Termine aus einem Therapieplatz können nicht einzeln storniert oder geändert werden. Der Therapieplatz kann jedoch aufgegeben werden. Wir verweisen hier auf die unterschriebene Aufklärung, die vor Aufnahme der Therapie ausgehändigt wurde: „Die Beendigung der Therapie ist ein zur Therapie gehörender Prozess“. Das persönliche Gespräch mit der Therapeutin ist sehr erwünscht.

Der Wunsch, den Therapielatz aufzugeben, muss schriftlich eingereicht werden, auch wenn dieser der Therapeutin zuvor mündlich mitgeteilt wurde. Es gilt dann eine Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende. Es reicht eine Mail an mail [at] handan [minus] jazbinsek [punkt] com. Für die Gewährung der Frist gelten Datum und Uhrzeit des Maileingangs.

Die Praxis stellt auf Wunsch des Patienten alle Termine, die in diese Frist fallen, zur freien Buchung in den öffentlichen Online Kalender und erstattet ihm bei erneuter Vergabe abhängig von der Dauer, die erneut vergeben werden konnte, das vollständige oder anteilige Honorar nach Abzug von Gebühren in Höhe von 49,- € pro storniertem Termin. 

Bei wiederholten Stornierungen gilt §3.

Terminänderung oder -ausfall wegen höherer Gewalt 

Ist der Klient aufgrund von höherer Gewalt verhindert, in die Praxisräume zu kommen, so findet der vereinbarte Termin per Video Call statt oder entfällt ersatzlos. Es besteht kein Anrecht auf Rückerstattung des Honorars, wenn der Video Call abgelehnt wird. 

Der Klient ist angehalten, Reise- und Hotelbuchungen immer so zu wählen, dass eine maximal späte Stornierung möglich ist.

Ist die Praxis aufgrund von höherer Gewalt verhindert, in die Praxisräume zu kommen, so findet der vereinbarte Termin per Video Call statt oder entfällt unter Erstattung des Honorars ohne Abzüge.

§ 6 Kurse & Gruppenveranstaltungen, Events

Die Praxis bietet zum selbständigen Arbeiten zwischen den Treatments Audio- und Videokurse sowie Onlineveranstaltungen in einem Mitgliederbereich an. Nach erfolgtem Einkauf besteht kein Widerrufsrecht, da die digitale Ware sofort zur Verfügung gestellt wird. 

Für Gruppenveranstaltungen und Events gibt es kein Widerrufsrecht. Sollte die Praxis, in diesem Fall der Veranstalter, einem Rücktrittsbegehren zustimmen, dann geschieht dies auf Kulanzbasis und berechtigt nicht zu einem Anspruch im Wiederholungsfall. Im Falle einer Rückerstattung auf Kulanzbasis wird eine Gebühr in Höhe von 149,- € einbehalten. Es wird auf §3, Ausschluss von Veranstaltungen, verwiesen: Wiederholte Stornierungen von Einkäufen oder Anmeldungen, wie unangemessenes Verhalten während der Veranstaltung, führen zum Ausschluss. Teilnehmergebühren werden in dem Fall nicht erstattet.

§ 7 Diverses

Die Praxis unterliegt der eingeschränkten Schweigepflicht. Es besteht kein Zeugnisverweigerungsrecht. Gerichtsstand: Düsseldorf.

Stand: 19.09.2022